KRAFTORTE<br>Feminine Sakralkultur der German*innen
KRAFTORTE
Feminine Sakralkultur der German*innen

Vortragsreihe mit Exkursion

Heute: Kraftorte im Jammertal - Die Göttin im Einrich
Tageswanderung mit Wissensvermittlung und kreativer Umsetzung


- , 21. 2019 10:00

Termine sind noch offen - Uhrzeit kann sich noch ändern

Fotos von unserer Wanderung zu Kraftorten im Einrich
Birgit Weidmann und Daniela Parr, Fotos: Daniela

 

Tagesablauf:

Tageswanderung auf dem alten Pilgerweg durch das Jammertal zu verschiedenen Kraftorten
Exkursion ggf. auch auf zwei Tage verteilt

1. Station: Bilstein im Jammertal (Borbet)
2. Station: Kloster Arnstein (Ambet)
3. Station: Hollerich - ein ehemaliger Hexentanzplatz (Wilbet, Frau Holle)
4. Station: Wildweiberhöhle (Wilbet)


Rückfahrt mit dem Einrich-Bus

Abendbuffet - Bitte Essen dafür mitbringen!

Ausklang am Lagerfeuer

Selbstverpflegung - bitte Essen und Trinken mitnehmen!
Teilnahmegebühr: 5 €, zzgl. Spende

Fotos: Daniela Parr

 

Die Stellung der Frauen in unserer germanischen Vorkultur

Frauen in unserer germanischen Vorkultur waren hoch angesehene Seherinnen.
In der Edda wird eine Seherin Heid genannt.
Demnach bezeichnet der von den deutschen Christen eingeführte Begriff "Heidentum" eine altgermanische Seherinnen-Kultur.

Jede Sakralkultur spiegelt die soziale Kultur einer Menschengemeinschaft - und umgekehrt.
Die Große Göttin war für unsere Vorfahren sehr wichtig. Überall trat sie in einer Dreiergruppe auf. Im Rheinland gab es die drei Matronen, in Deutschland und Österreich die drei Beten.

Aus Sicht der Heid/innen verkörperte die Göttin Erde und Natur: Mutter Erde, Mutter Natur.
Wurde die Natur zerstört, kam das der Schändung ihrer Gottesmutter gleich.

Fronleichnam war ursprünglich ein Fest der schwangeren Muttergöttin. Ihr Baby wird sie zu Weihnachten gebären.
Zur Sommersonnenwende wurde die Mutter-Göttin ebenfalls gefeiert. Ihre Fruchtbarkeit ist bereits sichtbar.

An diesem Wochenende fallen Sommersonnenwende und Fronleichnam ausnahmsweise zusammen.
Es ist also ein sehr weibliches Wochenende.

 

Exkursion

KRAFTORTE AUFSUCHEN - Die Göttin im Einrich

Wir werden ausgewählte Orte aufsuchen, die einst einer Göttin geweiht waren.
Dort legen wir eine kreative Pause ein, um dem Ort zu begegnen durch

In den Vorträgen werden wir folgenden Fragestellungen begegnen:

KRAFTORTE AUFSPÜREN - Die Göttin im Einrich

Es heißt, an Kraftorten ist der Fluss zwischen Erde und Kosmos besonders stark.
Wir sprechen von Geomantie, Leylinien, Magnetwellen u.ä..
Unsere Vorfahren sprachen von Feen, Nymphen, Nixen, Elfen, Elben, Engeln, Gnomen, Riesen und Zwergen, die dort lebten.

Fantasieren ist erlaubt.

Meditation heißt, sich auf eine Stimmung einlassen, die eigenen Gefühle zulassen und ihnen nachspüren.
Meditation ist eine Form des Reisens.
Die Formen der Meditation sind vielfältig: Yogasitz, Joggen, Beten, Träumen, Atmen.
Auch Kunst ist eine Form der Meditation – eine Form des Gebetes, würden die Alten sagen.

Wir lassen uns auf die Stimmung ein, lassen die eigenen Gefühle zu und spüren ihnen nach.
Mit den vor Ort gefundenen Naturmaterialien setzen wir das Erfahrene kreativ um (Skulptur).
Unser "Werk" überlassen wir dem Ort, an dem es entstanden ist.
 

KRAFTORTEN BEGEGNEN - Die Göttin im Einrich

Orte der Großen Göttin vom Einrich bis zur Lahn gibt es mehr, als wir denken, z.B.:

Warum machte der Limes einen Bogen um den Einrich?
 

Anliegen und Ziele:

Es geht darum eine Abgrenzung zu schaffen zu dem, was landläufig unter Spiritualität und Esoterik verstanden wird. Diese Abgrenzung beinhaltet, dass Fragen gestellt und keine Glaubensbekenntnisse gefordert werden.

Kreativität und Einfühlung soll geweckt werden. Wissen um die Rollen von Frau, Mann Göttin und Gott in unseren indigenen Vorkulturen kann uns helfen, unseren heutigen Umgang mit Natur, Erde und Mensch zu überprüfen. Eine emotionale Energiewende ist genauso so wichtig wie eine materielle.

Es geht darum, Bewusstsein für die Gleichwertigkeit der Pole in uns und um uns herum zu schärfen. Das können wir von den Alten lernen. Sie hatten dafür ein Ritual. Das hieß: Hieros gamos, „Heilige Hochzeit“. Darin ging es nicht um die sexuelle Paarung, sondern in erster Linie um die Verschmelzung der Pole, damit Ganzheit entsteht – und natürlich auch Leben.